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Marienmünster-Abtei. "Der Kreiswettstreit der Spielmannszüge war ein voller Erfolg! Der Einsatz aller Beteiligten hat sich gelohnt! Die Musiker haben sich selbst, den Kreis Höxter und die Stadt Marienmünster glänzend präsentiert!" So lautete das Fazit von stellvertretendem Landrat Albert Huppertz und Bürgermeister Robert Klocke. Beide gratulierten den Siegern, lobten das hohe Niveau aller teilnehmenden Züge und dankten vor allen den Leitern und Ausbildern der Jugendspielmannszüge.
Nach diesem einhelligen Urteil, auch aller anderen Beteiligten, können sich die Protagonisten der ausrichtenden Spielmannszüge Altenbergen und Kollerbeck gelassen auf die Schultern klopfen, und über eine Wiederholung der gelungenen Veranstaltung nachdenken. Vorerst aber dürfen sie sich ein Weilchen auf dem hart erarbeiteten Lorbeer ausruhen und die Siege feiern, die sie sich mit intensiven Proben verdienten.
Wie gründlich die Ausbildung der Spielmannszüge im Kreis Höxter ist, zeigte erneut das hohe Niveau, auf dem sie musizieren. Ohne konzertante Stücke aus Oper und Operette tritt kaum noch ein Verein auf. Drei-, vier- und mehrstimmiger Vortrag sind die Regel. Aus den Stabführern sind längst Dirigenten geworden, die, wie z.B. der junge Thomas Escher vom Spielmannszug Bergheim, ihren "Zug" wie ein symphonisches Orchester leiten. Viele der früher einmal als "Knüppelmusiker" belächelten Spielmänner und Frauen beherrschen ihre Instrumente wie Profis, und in ihren Reihen trifft man neben Handwerkern, Beamten und Kaufleuten ganz selbstverständlich auch Direktoren und Akademiker.
"Musik verbindet", sagte der Vorsitzende der Kreisvereinigung des Kreises Höxter, Thomas Söffgen, während der Siegerehrung. Sichtbares Zeichen dafür waren sowohl die Kooperation der beiden Züge Altenbergen und Kollerbeck bei der Ausrichtung des Wettstreits, als auch die Freude der Aktiven über Erfolge der Mitbewerber.
Als der gut aufgelegte und fachkundige Moderator Helmut Lensdorf angesichts des einem Freundschaftstreffen gleichenden Wettstreits bemerkte, "Sieger ist hier eindeutig die Musik", bekam er Beifall von rund 300 Spielleuten und mindestes ebenso vielen Zuhörern. Ein weiterer Sieger war, ohne die hervorragenden Leistungen der anderen Teilnehmer auch nur im Geringsten abqualifizieren zu wollen, der St. Sebastianus Spielmannszug Bergheim. Er präsentierte sich mit der Ouvertüre zur Oper "Zampa" von Louis Joseph Ferdinand Hérold in musikalisch und technisch brillanter Form. Wie Vereinsvorsitzender Peter Müller mitteilte, wird der mehrfach bundesweit erfolgreiche Verein mit diesem schwierigen Stück am 4. Oktober 2010 an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen.
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