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Tambourheim in Fürstenau eingeweiht |
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Sonntag, den 27. Juni 2010 um 10:29 Uhr |
Tambourheim in Fürstenau eingeweiht
„Man feiere nur, was glücklich vollendet ist“
In Fürstenau war man am letzten Wochenende auf den Beinen, denn es gab ein Ereignis zu feiern, das für das Dorf von herausragender Bedeutung war und für lange Zeit sein wird. Aus eigener Kraft und unter Mitwirkung vieler fleißiger Hände aus dem Verein, aber auch aus dem Ort allgemein, wurde in über 6.000 Arbeitsstunden etwas geschaffen, worauf der Spielmanns- und Fanfarenzug Fürstenau und das gesamte Dorf zu Recht stolz sein darf – das neue Tambourheim. Nun war es endlich soweit, die neue Heimstatt der Spielleute an der Detmolder Straße konnte offiziell eingeweiht und seiner neuen Bestimmung übergeben werden. Nach langen Anläufen haben die 120 Aktiven nun ein für allemal die Möglichkeit gefunden, mit allen Gruppen gemeinsam unter einem Dach zu üben und zu musizieren. Lange wurde ein Platz oder ein Gebäude im Ort gesucht, das den Bedürfnissen der Spielleute gerecht werden konnte; viele Vorstellungen, waren sie auch noch so verlockend, mussten verworfen werden, bis das ehemalige Pfarrhaus ins Spiel gebracht wurde. Das Pfarrhaus stand infolge der Umstrukturierungen im kirchlichen Bereich vor dem Aus, weshalb das Erzbistum die Veräußerung oder den Abriss erwog. Mit dem Spielmanns- und Fanfarenzug bot sich nunmehr ein Nutzer an, der das Pfarrhaus der Allgemeinheit erhielt und zudem die Aussicht eröffnete, die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) unter das gemeinsame Dach des Tambourheims zu nehmen. Die KÖB ist vor einigen Wochen schon in ihre neuen Räume umgezogen. Wie es der Vorsitzende des Spielmannszuges, Michael Pryswitt treffend formulierte, griff im Verein der allgemeine Wahnsinn um sich, sich des Projekts „Pfarrhaus" anzunehmen und das Pfarrhaus, aber auch die Idee eines eigenen Vereinsheims vor einem möglichen Aus zu retten. „Immer mehr Leute wurden von der Idee infiziert," erinnert sich Michael Prsywitt, „und mit Unterstützung der Stadt Höxter, des Erzbistums, des Kirchenvorstands und des Pfarrgemeinderats gingen wir diesen Wahnsinn an!"
Dankbar erinnert sich Pryswitt an die vielen Sponsoren und die vielen privaten Spender und Gönner, ohne die das Vorhaben nur schwerlich durchzuführen gewesen wäre. „Aber was wäre das alles," gibt der Vorsitzende zu bedenken, „wenn es die vielen Helfer nicht gegeben hätte, egal ob sie dem Verein angehörten oder nicht. 3.500 Arbeitsstunden hatten wir eingeplant," so Pryswitt, „über 6.000 Stunden sind daraus geworden. Jedem Helfer gilt unser Dank!" Diesem Dank schloss sich auch der erste stellvertretene Bürgermeister der Stadt Höxter, Werner Böhler an und würdigte den Bürgersinn der Gemeinde Fürstenau als beispielgebend für andere. Christa Stoltz, als Sprecherin des Büchereiteams zeigte sich ebenfalls dankbar, mit der Katholischen Öffentlichen Bücherei als Untermieterin unter das Dach des Tambourheims, des ehemaligen Pfarrhauses, untergekommen zu sein. „Wir hatten einen Traum," so
Christa Stoltz, „mit unserer Bücherei nun ebenerdig auch die Leser zu erreichen, die sonst nur unter erschwerten Bedingungen zu uns fanden. Außerdem lässt sich in unseren neuen Räumen - auch bei einer Tasse Kaffee oder Tee – vieles gestalten, wozu wir zuvor keine Möglichkeiten hatten." Auch Christa Stoltz bedankte sich bei allen Helfern, allen voran bei Martin Speith für seinen unermüdlichen Einsatz und bei Hermann Luedecke, der fachmännisch die neue Teeküche gebaut und zum Einsatz gebracht hatte. „Natürlich werden wir nicht vergessen, dass wir dies alles dem Tambourverein zu verdanken haben, ohne den unser Umzug gar nicht möglich gewesen wäre." Das neue vereinseigene Tambourheim wird nun offiziell den Spielleuten des Spielmanns- und Fanfarenzuges von 1830 e.V., der auf eine erfolgreiche Vereinsgeschichte zurückblicken kann, dauerhaft zur Verfügung stehen. A.W.
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[Quelle: Text und Bild Höxter Kurier vom 26.06.2010]
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